Wie du durch das Schreiben deiner Morgenseiten deine Kreativität ankurbelst

Wie du durch ‘geistige Müllentleerung’ deine Kreativität ankurbelst

Eine kleine Inspiration, wie dir die Morgenseiten nach Julia Cameron dabei helfen können, deine Kreativität freizusetzen.

Von mehreren Seiten war mir bereits das Buch Der Weg des Künstlers von Julia Cameron empfohlen worden, aber es dauerte einige Jahre bis ich es endlich las. In ihrem Buch gibt Julia Cameron ihren Lesern eine Menge Übungen und Handwerkszeug an die Hand, um die eigene Kreativität wieder zu entdecken, anzukurbeln und zu leben.

Es ist aufgebaut wie ein Kurs und ich muss gestehen, dass ich nicht alle Übungen gemacht habe. Aber die Morgenseiten sind bei mir hängen geblieben.

Anfangs fand ich es recht lästig und vor allem viel zu zeitaufwändig. Doch nach ein paar Tagen merkte ich, wie mein Geist leerer wurde. Ich weiß nicht, ob das die richtige Beschreibung dafür ist, aber so fühlte es sich jedenfalls an. Plötzlich hatte ich mehr Energie, neue Ideen flogen mir zu und ich entdeckte meine Freude am Zeichnen und Malen wieder, die kurz nach meiner Schulzeit verloren gegangen war.

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Wie funktionieren die Morgenseiten?

Die Morgenseiten funktionieren folgendermaßen: Du setzt dich am Morgen, kurz nach dem Aufstehen hin, machst dir vielleicht noch eine schöne Tasse Tee oder Kaffee, nimmst dir Stift und Papier und schreibst einfach drauf los.

Es ist völlig egal, was du schreibt, einfach das, was dir gerade durch den Kopf geht und wenn es nur ist: ich habe eigentlich keine Ahnung, warum ich jetzt gerade meine Gedanken aufschreibe…

Du schreibst genau 3 Seiten. Dann hörst du auf, legst die Seiten weg und startest mit deiner üblichen Morgenroutine. Du kannst sie an einem sicheren Ort bewahren, sie in einen Briefkouvert packen, oder sie wegschmeißen.

Ich persönlich schmeiße sie weg. Das fühlt sich gut und befreiend an. Julia Cameron rät dazu sie aufzubewahren und hinterher noch mal durchzulesen. Aber ganz ehrlich, für mich es ist wie Zähneputzen für den Geist oder eine geistige Müllentleerung. Und durchwühlst du zu Hause noch mal deinen Müll am Ende des Tages? Also ich nicht. Und genauso mache ich es bei meinen Gedanken. Was soll ich sagen? Es ist befreiend.

Angenehme Leere fürs kreative Schaffen

Ich schreibe einfach alles raus aus meinem Kopf, das ganze Gedankenkarussell und danach ist es einfach weg und in meinem Geist herrscht eine angenehme Leere. Und danach kann ich mich entspannt und energiegeladen meinem kreativen Schaffensprozess widmen, an meiner Geschichte weiterschreiben, zeichnen oder was mir sonst in den Sinn kommt.

Die Morgenseiten können natürlich auch einen ganz anderen Effekt haben. Manchmal lösen sie Probleme, fast wie von selbst, nur weil ich sie aufgeschrieben habe, was fast magisch ist. Oder sie inspirieren mich, helfen mir eine neue Sichtweise einzunehmen und schenken mir neue Ideen für Charaktere, Geschichten oder Zeichnungen.

Wie oft schreibe ich meine Morgenseiten?

Ich muss gestehen, das mein Morgen schon recht voll ist. Meine alltägliche Morgenroutine nimmt bereits einige Zeit in Anspruch und ich schaffe es nicht täglich meine Morgenseiten zu schreiben. Also mache ich nicht jeden Morgen meine geistige Müllentleerung, sondern an 2-3 Tagen in der Woche. Das reicht mir und tut mir gut.

Was ich damit sagen will, ist, wenn du die Morgenseiten ausprobieren möchtest, gib dir die Möglichkeit deinen eigenen Rythmus zu finden. Auch wenn du nur an einem Tag in der Woche schreibst. Es wird was bewegen.

Mein Fazit lautet: Ich liebe diese Übung. Auch wenn ich es nicht schaffe, sie jeden Morgen durchzuführen, so versuche ich es zumindest an einigen Tagen in der Woche. Und es ist meiner Meinung nach die wirkungsvollste Methode für die geistige Müllentleerung, um dadurch wieder Raum für den eigenen kreativen Schaffensprozess zu schaffen.

Hi, ich bin Anna-Sophie!

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