Roman planen und Roman schreiben

Plane deinen Roman – Eine Anleitung

Wie kannst du deinen Roman richtig gut planen? Ganz einfach, mit einem Roman Journal. Aber bevor ich dir gleich die Anleitung für dein Roman Journal vorstelle, noch eine kleine Frage:

Bist du ein Plotter oder ein PantserDiese Frage bekommt man als SchriftstellerIn häufiger gestellt.

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Hier ist eine kurze Begriffserklärung:

Plotter bedeutet: Du erstellst einen genauen Ablauf deiner Geschichte und planst sie, bevor du mit dem Schreiben beginnst. 

Pantser bedeutet: Dich überkommt eine Idee und du schreibst einfach drauf los, ohne groß zu planen. Du lässt dich sozusagen von den Figuren durch die Geschichte tragen.

Wenn mir früher jemand diese Frage gestellt hat, war meine Antwort ohne groß drüber nachzudenken: Ein Pantser. 

Ich hatte keine Lust mir einen Monat Zeit zu nehmen, um meine ganze Geschichte vorzubereiten. Da war diese Idee und die wollte von mir geschrieben werden. Punkt. 

Das Problem war nur, ich habe angefangen zu schreiben und mich dann während des Schreibens völlig verlaufen, den roten Faden verloren und meinen Figuren fehlte es an Charaktertiefe. In der einen Situation handelten sie so und in der nächsten ganz anders, was überhaupt nicht mehr zu ihren eigentlichen Werten passte. 

Deshalb habe ich irgendwann zähneknirschend begonnen (ja… ich gebe es zu, am Anfang musste ich mich wirklich überwinden), meine Geschichten zu plotten und meine Figuren zu charakterisieren. 

Aber es war mein Gamechanger. 🔔.

Und falls du jetzt denkst: “Oh Gott, das ist ja schrecklich! Genau das liebe ich doch am Schreiben, dass ich so oft von meinen Figuren überrascht werde!” 

… kann ich dich beruhigen. Denn das wird weiterhin passieren.

Wenn mir heute jemand die Frage stellt: Bist du ein Plotter oder ein Pantser? Dann ist meine Antwort: Ich bin eine Planerin.

Ein Plan, der nicht geändert werden kann, ist schlecht.

Publilius Syrus

Wenn man an Plan denkt, entsteht schnell die Befürchtung, dass dem Schreiben jegliche Kreativität genommen wird. Aber da kann ich dich beruhigen, niemand sagt, dass du dich zu 100 % an den Plan halten musst, den du dir erstellt hast.

Er gibt dir lediglich Struktur und hilft dir, den roten Faden beizubehalten, damit du deine Geschichte auch wirklich fertig schreibst. Und für das Planen meiner Geschichten hilft mir mein Roman Journal.

Warum also ein Roman Journal? Was bringt dir das?

Lass es mich ganz kurz für dich aufzählen, es …

  • hilft dir, den Fokus auf dein Ziel auszurichten und am Ball zu bleiben.
  • unterstützt dich dabei, eine runde Geschichte zu schreiben und den roten Faden beizubehalten.
  • hilft dir, deine Charaktere richtig kennen zu lernen und ihre Handlungen besser zu verstehen.

Und vor allem motiviert es dich produktiv zu bleiben und dein Schreibziel zu erreichen.

Also wenn das nicht toll ist, dann weiß ich auch nicht … ❤️

Bist du bereit, dein eigenes Roman Journal zu erstellen? Dann lass uns beginnen!

Starten wir mal mit den Zutaten 😉

Was brauchst du, für dein Roman Journal?

📓 Ein Notizbuch oder

🗂️ ca. 30 Blätter, die du in einem Ordner zusammenheftest

✂️ Eine Schere (und einen Klebstift) um Charakterbilder oder Fotos von Schauplätzen auszuschneiden und einzukleben

🖊️ Stifte (am besten in verschiedenen Farben)

Wenn du die wichtigsten Materialien zusammen hast, kannst du loslegen.

Anleitung für die Erstellung deines Roman Journals:

1. Titel

Auf die erste Seite kommt der Titel, bzw. der Arbeitstitel, deiner Geschichte. Wenn du magst, dekoriere das Deckblatt noch mit passenden Fotos und Bildern.

2. Übersicht

Als nächstes braucht es eine kleine Übersicht. Hierbei ist es wichtig, dass du auf einen Blick erkennst, worum es in der Geschichte geht. Hier kannst du die Prämisse und einen kurze Inhaltsangabe, ungefähr so lang, wie ein Klappentext, notieren und schon einmal das Genre und die Erzählperspektive festlegen.

3. Recherche, Spielorte & Schauplätze

Jetzt geht es langsam richtig los. Für diesen Teil des Roman Journals benötigst du mehrere Seiten. Sammle hier all deine Recherche Notizen, Bilder und Fakten des Spielorts und der Schauplätze.

Wenn du z.B. über Götter schreibst, kannst du hier Fakten und Legenden notieren, die du in deine Geschichte mit einfließen lassen möchtest.

4. Figuren & Charakterplanung

Auch hier benötigst du mehrere Seiten und zwar für die Erstellung der Steckbriefe der Haupt- & Nebenfiguren deiner Geschichte. (Für die Hauptfiguren nehme ich mir meist mehr Zeit, als für die Nebenfiguren.)

Lege zunächst fest, wer die wichtigsten Figuren sind. Erstelle dann Steckbriefe für jeden einzelnen Charakter. (Lege dabei ihr Aussehen fest, ihre wichtigsten Eigenschaften, ihre Stärken und Schwächen, ihre Ziele und Ängste, welchen Archetyp sie in der Geschichte verkörpern und was ihr Sternzeichen ist.)

Wenn du magst, suche im Internet noch nach passenden Bildern & Fotos für deine Figuren.

Umso besser du deine Figuren kennst, desto besser können sie handeln und desto stärker werden die Konflikte im Laufe der Geschichte.

5. Plot & Struktur der Geschichte

Egal, ob du beim Schreiben lieber planst oder drauflos schreibst, es lohnt sich deine Geschichte zu plotten, bevor du dich an deinen Roman setzt.

„Warum?“

Weil es dir …

  • die Sicherheit gibt, den roten Faden zu behalten.
  • hilft, dich beim Schreiben nicht zu verlaufen.
  • eine Struktur gibt, an der du dich orientieren kannst.

Überlege dir, mit welchem Plotmodell du arbeiten möchtest, z.B.:

  • Die Schneeflocken-Methode
  • Das 7-Punkte-System
  • Die Heldenreise
  • Die 3-Akt-Struktur

Es gibt verschiedene Ansätze, aber das Ergebnis ist eigentlich ziemlich gleich.
Ich persönlich arbeite mit einer Mischung aus der Heldenreise und der 3-Akt-Struktur.

Am besten du entscheidest dich für eine dieser Methoden und orientierst dich beim Plotten deiner Geschichte an der vorgegebenen Struktur. Das Ergebnis ist bei allen fast gleich und es ist ein Garant dafür, dass deine Geschichte rund ist und genau die richtige Portion an Wendepunkten und Höhepunkten enthält.

6. Schreibziele

Setze dir feste Schreibzeiten und klare Schreibziele. (Z.B. jeden Tag 30 Minuten schreiben, vielleicht morgens, direkt nach dem Aufstehen. Wenn du eine Stunde Zeit hast am Tag, umso besser.)

Eins meiner Lieblingstools, um meine Schreibziele zu erreichen und zu dokumentieren, sind Word-Tracker. I love it. (Wenn du dich für meinen Newsletter anmeldest, bekommst du Zugang zu meiner geheimen Download-Bibliothek, in der ich einen Word-Tracker mit 50 k Wörtern hinterlegt habe.)

Du kannst dir aber auch einen selber malen, besonders, wenn du ein eigenes Notizbuch für dein Roman Journal nutzt. Auf Pinterest findest du viele schöne Inspirationen, wie du deinen Word-Tracker gestalten kannst.

Wenn du all diese Punkte in dein Roman Journal übertragen hast, dann hast du die wichtigsten Vorbereitungen getroffen, die du für das Schreiben deiner Geschichte brauchst! 🙌

Und wie geht’s jetzt weiter?

📕 Kreativ arbeiten mit Plan: Beginne mit dem Schreiben deiner Geschichte und lege dir dein Roman Journal neben den Laptop. Greife immer wieder darauf zurück, wenn du z.B. befürchtest, gerade den roten Faden zu verlieren oder du nicht mehr weißt, welche Augenfarbe eine deiner Figuren noch mal hatte. (Ein Blick in deine Notizen und du weißt es wieder und musst nicht deinen ganzen Roman überfliegen, bis du die Stelle findest, an der du zuerst die Augenfarbe der Figur erwähnt hast. 😉)

🕰️ Tägliche Schreibroutinen: Lege jeden Tag feste Schreibzeiten fest und setze dir Schreibziele. Finde Tricks & Tools, die dich motivieren am Ball zu bleiben, wie Word-Tracker, Schreib-Buddys oder Zeitmanagement-Techniken.

Falls du dein Roman Journal noch ausführlicher gestalten möchtest und dir eine konkrete Vorlage & Anleitung dafür wünschst, findest du hier eine komplette Übersicht, wie ich in mein Roman Journal aufbaue und gestalte, als Vorlage zum selbst anwenden. Und das ganze jeweils mit einer Audio-Anleitung zu den einzelnen Bereichen.

Als kleine Extras sind auch noch Übersichten von Sternzeichen, Archetypen, Grundängsten & 3 verschiedene Word-Tracker dabei.

Hi, ich bin Anna-Sophie!

Auf dieser Seite bekommst Tipps und Inspirationen, die dich auf dem Weg zu deinem eigenen Roman unterstützen. 



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